Oktober 2007 – Great Barrier Island
Das letzte Wochenende war ich für 4,5 Tage auf Great Barrier Island (nicht zu verwechseln mit dem australischen Great Barrier Reef!) bzw. auf der Fähre dorthin und zurück. Great Barrier Island ist eine recht große Insel mit nur 900 Einwohnern, rund 88 km nord-östlich von Auckland. Unterwegs war ich mit Tanja aus Finnland und Sven aus Hannover. Los ging es am Freitag – der ganze Nachmittag wurde von der Fähre-Überfahrt eingenommen. Samstag und Sonntag sind wir in den Bergen wandern gewesen. Montag ging es schon wieder zurück in die Zivilisation, um Dienstag Abend zurück nach Auckland zu fahren.
Auckland – Tryphena – Medlands Beach
Gegen 14:30 ging es am Freitag Nachmittag mit etwas Verspätung los. Voraussichtliche Reisezeit: 4,5 Stunden (ist eine Fahrzeug-Fähre und keine reine Passagier-Fähre). Der größte Teil der Strecke war relativ eintönig – jede Menge Wasser, immer mal eine Insel in Sicht. Erst ungefähr eine Stunde vor unserem Zielhafen, Tryphena, kam Leben ins Wasser. Uns hat eine Gruppe von ca. 10 bis 15 Gemeinen Delfinen für ein paar Minuten begleitet.
Nach dem Anlegen im Hafen und nachdem alle Autos von Bord waren, durften wir dann auch die Insel betreten und sind in der untergehenden Sonne mit dem Shuttle-Bus ins 30 Minuten entfernte Medlands Beach gefahren. Dort haben wir uns in einem Hostel einquartiert und sind nochmal schnell zum Strand runter, ehe sich der Himmel komplett verdunkelte. Danach gabs Abendessen und ich bin nochmal kurz draußen rumgetigert um Photos vom Vollmond zu machen. Danach ging es relativ zügig ins Bett, da am nächsten Morgen der Wecker um 6:00 klingeln sollte…
Medlands Beach – Kaiaraara Hut
Was soll ich schreiben? Wir sind gewandert… Zu Fuß halt und mit vollem Rucksack.
Naja, genauer gesagt, haben wir frühs noch schnell einen Abstecher zum Strand gemacht, gefrühstückt und sind dann mit dem (am Abend zuvor gebuchten) Shuttle-Bus zum Beginn des Kaitoke Hot Springs Tracks gefahren. Von da ging es gemütlich zu den heißen Quellen und dann ungemütlich bergauf und bergab. Da gibt es nicht so viel zu berichten, war halt ungewohnt und anstrengend. Blauer Himmel und pralle Sonne. So schön das auch – es führte bei mir gegen Mittag in exponierter Lage zu einer leichten Dehydrierung. Ich konnte gar nicht so schnell drinken, wie ich es wieder ausgeschwitzt habe.
Insgesamt sind wir rund 15km gewandert – von See-Level auf rund 400 Meter Höhe und wieder runter. Unten angekommen galt es nur noch, ein paar mal den Kaiaraara-Bach zu überqueren, bis wir die gleichnamige Hütte erreichten. Rast mit einsetzendem Regen (der die ganze Nacht mehr oder weniger stark anhielt). Abendessen. Bett.
Den Rest dürften die Bilder besser erklären.
Kiwiriki Bay
Am Sonntag stand dann ein Rundkurs von der Hütte zur Kiwiriki Bay und zurück an. Sah auf der Karte ganz nett aus, in Realität war die Strecke aber doch härter als gedacht. In der Summe waren es 14 km und 700 Höhenmeter auf 5 zehrende Anstiege und gleich viele rutschige Abstiege.
So das Wichtigste zusammengefasst: Kurz nach dem Aufbruch haben wir zwei Wanderer getroffen – ziemlich genau 24 Stunden, nachdem wir die letzten beiden Leute gesehen hatten. Nach einer Bachüberquerung habe ich mich beim Klettern am Steilufer etwas ungünstig geschnitten. Beim Überqueren eines 5 Meter tiefen Abgrunds waren eine Wurzel und mein Rucksack Sven’s Lebensretter. Bei einem Abstieg bin ich auf dem vom Regen rutschigen Boden ausgerutscht und hab schön das volle Körpergewicht und das meines Rucksacks auf mein rechtes Handgelenk geschmissen – eine leichte Verstauchung war der Dank dafür (ist nach drei Tagen aber wieder in Ordnung gewesen – zu dem Zeitpunkt hat der Schnitt gerade mal angefangen, zu heilen). Beim Baden in der Kiwiriki Bay ist Sven fast auf einen Stachelrochen getreten – laut Aussage eines Mitarbeiters vom Umweltministerium hat es bisher aber auf Great Barrier Island weder Rochen-, noch Hai-Unfälle gegeben.
Letztendlich musste ich feststellen, dass ich einfach keine Kondition mehr habe – hätte Sven nicht nach 2/3 der Strecke den Rucksack mit mir getauscht (er hatte das meiste Zeug in der Hütte liegen lassen), hätte ich es vermutlich nur sehr schwer zurück geschafft. Wenn überhaupt. Nach der Rückkehr dann eine kurze Rast, ein Bad im Bach (*bibber*) und natürlich Abendbrot.
Kaiaraara Hut – Orama
Heute war ein eher gemütlicher Tag. Nach dem Frühstück sind wir Richtung Port Fitzroy aufgebrochen. Wieder nach 24h die nächsten zwei Leute getroffen – diesmal Mitarbeiter vom Umweltministerium, die hier Wege bauen und instandhalten. Nach Port Fitzroy haben wir eine knappe Stunde gebraucht. Nach einem (oder zwei…) Eis und einem kleinen Einkauf ging es schon wieder weiter über einen Hügel in die nächste Bucht – Karaka Bay.
Nach gut 1,5 Stunden sind wir dort angekommen und haben uns im Hostel in Orama, einer christlichen Gemeinde, breit gemacht. Eine Dusche wirkt Wunder, ebenso wie ein Happen zu Essen. Den Nachmittag haben wir im Prinzip damit verbracht, auf den Abend zu warten. Da haben wir uns dann den Sonnenuntergang an der Küste angesehen und natürlich auch photographiert (siehe unten). Danach gab es Abendessen und dann sind wir nochmal runter zum Strand, Sterne gucken. Es ist schon Wahnsinn, wie viel mehr Sterne man außerhalb von Städten sieht. Hatten sogar das Glück, eine Sternschnuppe zu sehen.
Orama – Auckland
Aufstehen, Frühstück, Packen und Rumgammeln, Mittagessen. Nach dem Mittagessen sind wir wieder Richtung Port Fitzroy aufgebrochen, weil 17:00 von dort unsere Fähre nach Auckland fahren sollte. Wieder ein gemütlicher 1,5-Stunden-Lauf über den Hügel und wir waren früh genug da, um uns noch ein Eis genehmigen zu können und bei dem Beladen des Schiffes zuzuschauen.
Halb sechs ging es dann endlich los – Richtung Auckland. Also mehr oder weniger in die langsam untergehende Sonne hinein. Schon zwei Stunden nach der Abfahrt konnte man mit dem Fernglas Teile vom Sky Tower sehen. Nach und nach erschienen mehr Hochhäuser und Erhebungen am Horizont, während rechts davon die Sonne unterging. Nachdem die Sonne schon ein Weilchen weg war, hat sich in der Abenddämmerung eine ganze Delfin-Familie von schätzungsweise 50 bis 70 Tieren zu uns gesellt. Als denen unsere Bugwelle zu langweilig wurde, war es auch schon komplett dunkel draußen. Dafür sah man dann voraus die erleuchtete Skyline von Auckland. Viertel 11 waren wir dann endlich wieder zurück im Hafen und auf dem Weg nach Hause.
- Persönlichkeits-Profil
- Schweden 2006
- Neuseeland
- Juli 2007 – Flug nach Neuseeland
- Juli 2007 – Wellesley Student Appartments
- Juli 2007 – Gewohnheiten
- Juli 2007 – Auckland
- Juli 2007 – Mount Eden
- Juli 2007 – AUT University
- Juli 2007 – Sky Tower
- Juli 2007 – Devenport
- Juli 2007 – Noho Marae
- August 2007 – Albert Park
- August 2007 – Rangitoto Island
- August 2007 – Sky Tower bei Nacht
- August 2007 – Delphin-Safari
- August 2007 – Northland
- August 2007 – Maori Woche
- September 2007 – Blue Canyon
- September 2007 – 2 Wochen Melbourne
- Oktober 2007 – Rotorua + Waitomo
- Oktober 2007 – Great Barrier Island
- November 2007 – Nordinsel-Rundreise
- November 2007 – Nelson Lakes National Park
- Dezember 2007 – Westcoast-Roadtrip
- Dezember 2007 – Routeburn Track
- Dezember 2007 – Weihnachten in Melbourne
- Dezember 2007 – Silvester in London
- Zeit & Zeitzonen









































