Juli 2007 – Gewohnheiten
… oder: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
An den ersten zwei Tagen in Neuseeland sind mir mal schon ein paar Gewohnheiten an Neuseeland und den Kiwis aufgefallen, auf die ich mich erstmal umstellen muss. Als da wären:
Sonne, Mond und Sterne…
Was mir schon in Sydney aufgefallen ist: Der Mond verschwindet links herum vom Horizont. Die Sonne tut das ebenfalls – sie geht im Osten auf, steht Mittags im Norden, um dann am Abend im Westen unterzugehen. Ich mein, ist ja Geographie 4. Klasse, dass die Sonne auf der Südhalbkugel anders wandert, als auf der Norhalbkugel. Nur in der Realität war das erstmal etwas ungewohnt.
Auch geht die Sonne hier im Gegensatz zur sommerlichen Sonne in Deutschland recht früh unter – so gegen 17:00 Ortszeit. Klar, ist ja auch Winter. Und sie geht ziemlich schnell unter, was an der größeren Äquator-Nähe liegt (Auckland liegt 16° näher am Äquator, als Leipzig).
Verkehr
Da Neuseeland zum Commonwealth gehört und ziemlich stark von den Briten beeinflusst wurde, fahren hier natürlich alle Links (ebenso wie in Singapur und Sydney). Eigentlich sollte das einem Fußgänger ja egal sein. Aber jedes mal, wenn ich eine Straße überquere und erst nach links und dann nach rechts gucke, stelle ich fest, dass der Verkehr andersum fährt und ich erst nach rechts und dann nach links gucken sollte.
Auch das Ampel-System an großen Kreuzungen ist hier etwas anders. Die Fußgägnger haben nicht wie in D parallel zu den Autos grün. Es gibt eine extra Ampel-Phase, in der alle Fußgänger grün haben und die Kreuzung auch diagonal überqueren können. Das alles natürlich nur, wenn man auch die Ampel beachtet. In der Regel tun das die laufenden Kiwis aber nicht.
Update: Schrift und Sprache
Natürlich spricht man hier unten Englisch. Das Verstehen ist nicht das Problem, aber das Reden braucht noch etwas Übung, damit mich die andere Seite auch versteht. Man ist meine Aussprache schlecht – so leise vor mich hin nuscheln tue ich ja nicht mal im Deutschen. Die fehlenden Vokabeln gehen darin ja völlig unter.
Was ein ziemlicher Unterschied zur deutschen Förmlichkeit ist – hier spricht man sich grundlegend mit dem Vornamen an, auch wenn der Gegenüber Prof. Dr. Sonstwer ist.
Was mir die ersten Tage auch ein paar kleinere Komplikationen eingebracht hat, war die Tatsache, dass ich völlig vergessen hatte, dass man im Englischen Einsen nicht 1, sondern | schreibt. Naja, mittleriweile stelle ich mich darauf um.
- Persönlichkeits-Profil
- Schweden 2006
- Neuseeland
- Juli 2007 – Flug nach Neuseeland
- Juli 2007 – Wellesley Student Appartments
- Juli 2007 – Gewohnheiten
- Juli 2007 – Auckland
- Juli 2007 – Mount Eden
- Juli 2007 – AUT University
- Juli 2007 – Sky Tower
- Juli 2007 – Devenport
- Juli 2007 – Noho Marae
- August 2007 – Albert Park
- August 2007 – Rangitoto Island
- August 2007 – Sky Tower bei Nacht
- August 2007 – Delphin-Safari
- August 2007 – Northland
- August 2007 – Maori Woche
- September 2007 – Blue Canyon
- September 2007 – 2 Wochen Melbourne
- Oktober 2007 – Rotorua + Waitomo
- Oktober 2007 – Great Barrier Island
- November 2007 – Nordinsel-Rundreise
- November 2007 – Nelson Lakes National Park
- Dezember 2007 – Westcoast-Roadtrip
- Dezember 2007 – Routeburn Track
- Dezember 2007 – Weihnachten in Melbourne
- Dezember 2007 – Silvester in London
- Zeit & Zeitzonen