Juli 2007 – Flug nach Neuseeland

Flugroute nach Neuseeland

Der Tag vor der Nacht danach

Nachdem ich am Montag noch eine, ähm, zeitlich ungünstig platzierte Prüfung schreiben musste, habe ich den Rest des Tages mit Malern und Putzen zugebracht. Das dürfte auch der dankenswerte Grund sein, warum ich in der Nacht zu Dienstag recht gut (und wegen meiner Erkältung gemäß Martin auch lautstark) geschlafen habe.
Nach einigen längst überfälligen organisatorischen Dingen, dem unvermeidlichen endgültigen Packen und zahlreichen telefonischen und persönlichen Verabschiedungen hat mich Martin am frühen Dienstag-Nachmittag zum Bahnhof Triberg gebracht. Aufgrund einer Signalstörung (und nicht wegen der Streiks) konnte ich meinen Anschluss-ICE in Baden-Baden nicht mehr erreichen. Dennoch habe ich mit einmal mehr umsteigen und einem weiteren ICE den Zug in Mannheim noch bekommen und bin somit pünktlich in Frankfurt/Main Flughafen Fernbahnhof angekommen.
Mit dem Shuttle-Bus zum Terminal 2 und dann hieß es warten. Der Qantas-Check-In hat nämlich erst 20:00 aufgemacht. Von den erlaubten 20kg hatte ich nur 13,7kg Gepäck. Check In und Sicherheitskontrolle vom Flughafen haben nur 90 minuten gedauert. Dann hieß es wieder warten – das Boarding (An-Bord-Gehen) begann erst 23:00. Dem Boarding ging zu meiner Verwunderung noch eine zweite Sicherheitskontrolle der Airline voraus.

Frankfurt – Singapur – Sydney

Als dann pünktlich 23:55 alle Sardinen samt Gräten und Öl in der Büchse waren (Sardinen = Passagiere, Gräten = Gepäck, Öl = Kerosin, Büchse = Boeing 747-400), fackelte der Pilot auch nicht mehr lange. Ab auf die Startbahn, Vollgas und hoch mit dem Geier. Alles halb so wild.
Der Flug gestaltete sich recht angenehm – neben mir saß eine “Deutsche”, die jetzt seit 9 Jahren Australierin ist, nebst ihrem Sohn. So hatten wir beide jemanden zum schwatzen und ich konnte ein paar Anfänger-Fragen loswerden. Leichte Turbulenzen gab es nur in den Küstenregionen vor Südost-Asien und West-Australien. Teilweise konnte ich sogar schlafen. Die Verpflegung war auch ok – sie war definitiv besser, als aus der Mensa in Fuwa – kam aber an mich natürlich nicht ran ;) :

  • Nachtmahl: Lammfleisch auf griechische Art mit Frühkartoffeln und Bohnen,
  • Frühstück: Kartoffelküchlein mit Bauchspeck und sautierten Pilzen,
  • Abendessen: Gedämpfter Fisch an Tamarindsauce mir Reis und asiatischem Gemüse,
  • Frühstück: kontinentale Art – also Brötchen + Belag.

Ich habe leider nicht herausgefunden, was für eine Fischsorte das war – die war nämlich lecker. Und was Blumenkohl am asiatischen Gemüse verloren hat, ist mir auch unklar…
Mir ist unterwegs nicht schlecht geworden, Beine sind nicht eingeschlafen und die Landungen gingen auch problemlos von Statten.
Eine Zwischenlandung gab es auf dem Changi-Airport in Singapur, wo alle – auch Weiterreisende – für die Zeit des Großputzes und des Tankens das Flugzeug verlassen musste. D.h. erneuter Sicherheits-Check und neues Boarding. Vom Flughafen selbst habe ich nicht viel gesehen, da er für die begrenzte Zeit wie jeder große Internationale Flughafen zu weitläufig ist. Inneneinrichtung sieht aber ganz nett aus. Für das, was ich vom Flughafen nicht sehen konnte, hat mich die Natur mit einem wunderschönen Sonnenuntergang hinter “meinem” Flieger entschädigt.

Sydney – Auckland

Da mein direkter Anschlussflug von Sydney nach Auckland schon ausgebucht war, hatte ich bis zur nächsten Verbindung 6 Stunden Wartezeit, die ich wach bleiben musste. Das schafft man ganz gut mit Flugzeuge-Zählen, Fotos-Schießen und Lesen.
Der Kingsford-Smith-Airport in Sydney ist auch ein ganz schön großer Flughafen. Nachts landen und starten Flieger geschätzt im 5-Minuten-Takt, am Tage sogar alles 2 Minuten. Ungefähr jedes dritte Flugzeug ist eine 747.
Wider meiner Planung bin ich auf dem Flug eingeschlafen und habe dadurch leider das Mittagessen verpasst. Nur gut, das ich in Sydney noch was gegessen hatte.
Von Sydney habe ich auf meiner Flugzeugseite (ich hatte diesmal einen Fensterplatz) beim Start nicht sehr viel gesehen. Dafür umso mehr von Auckland bei der Landung. So wurde ich dann auch kurz nach 5 Ortszeit von einem typischen neuseeländischen Sonnenuntergang begrüßt. Der Check Out ging relativ problemlos – nachdem ich meinen Rucksack aus der Gepäckmasse rausgefischt hatte und meine Stiefel nochmal desinfiziert worden sind, durfte ich mit dem Shuttle zu meinem Wohnheim fahren.