Dezember 2007 – Routeburn Track

12.12.: Queenstown – Routeburn Shelter – Routeburn Falls Hut

Mittags ging es in 1,5 Stunden mit dem Shuttle-Bus von Queenstown durch Glenorchy zum Routeburn Shelter (knapp 450m ü.N.N.), dem Beginn des Routeburn Tracks. Der Track ist einer der beliebtesten Wanderwege Neuseelands, zählt zu den zehn Great Walks (“Große Wanderungen”) und liegt sowohl im Mt. Aspring National Park, als auch im Fjordland National Park – Neuseelands größtem Nationalpark. Bei wechselhaftem Wetter ging es in 2h leicht bergauf zur Routeburn Flats Hut und von da in einer weiteren Stunde etwas steiler bergauf zur Routeburn Falls Hut (1000m ü.N.N.). Die Hütte ist mit 48 Betten recht groß und war auch komplett ausgebucht. Nach dem Abendessen haben ich noch gelesen und mit den anderen Karten gespielt. Unterwegs hatte es dann auch angefangen zu nieseln, was dann abends zu einem ausgiebigen Regen angewachsen ist.

13.12.: Routeburn Falls Hut – Mackenzie Hut

Der zweite Tag war wetterlich noch etwas schlechter. Am Vormittag sind wir von der Hütte zum Harris Saddle (1277m ü.N.N.) hinaufgeklettert und hingen die ganze Zeit in den Wolken. Luftfeuchtigkeit 100 Prozent. Die Wolken wurden vom Wind auf unserer Seite den Berg hoch getrieben und damit kam die ganze Zeit Nieselregen von unten. Einmal über den Sattel haben sich die Wolken erwartungsgemäß etwas aufgelockert und man hat zeitweise die Sonne durchscheinen sehen. Nach ungefähr 5 Stunden haben wir dann die Mackenzie Hut (900m ü.N.N.) mit 50 Betten erreicht und uns vor dem wieder zunehmenden Regen geflüchtet. Heißer Tee und ein warmer Ofen sind doch was nettes nach so einem Tag. Vom Hüttenwart haben wir dann ein paar Infos über die Hütte und die Gegend erfahren. Der Wetterbericht mit 5 Tagen Regen war nicht so überraschend, wenn man bedenkt das die Hütte 220 Regentage im Jahr mit insgesamt sieben Metern Niederschlag hat.

14.12.: Lake McKenzie Hut – Divide – Queenstown

Regen sollte es dann auch sein, was uns den ganzen Tag mal mehr, mal weniger stark verfolgt hat. Dazu kamen auf den 4 Stunden weg noch zahlreiche Schlammlöcher und ein Wasserfall (die 176m hohen Earland Falls), der uns mit mehr Wasser eingedeckt hat, als der ganztägige Regen. Rast haben wir dann in der Howden Hut (900m ü.N.N.) gemacht, bevor wir am frühen Nachmittag Divide (532m ü.N.N.), von wo aus ein Shuttle-Bus uns in 3,5 Stunden zurück nach Queenstown (via Te Anau) brachte. Das Wetter war den ganzen Tag so unfreundlich, dass ich kein einziges Photo gemacht habe – nicht mal von dem doch recht beeindruckenden Wasserfall.